Allgemein

Impressions of Copenhagen

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Battersea Power Station


Der schönste Moment im Stadion


Lord Mayor Show

Die City of London (inklusive Canary Warf, welches in den Achtziger Jahren der City hinzugeschlagen wurde) wird durch den Mayor of London regiert. Der Lord Mayor steht der Corporation of London vor, der die City „gehört“. Der Lord Mayor wird auf ein Jahr durch die Versammlung der Corporation gewählt. Die Vertreter dieser Versammlung werden nicht nur von den Einwohner der City gewählt sondern auch von den Firmen. Das Ganze basiert auf dem Zunftsystem (den gildes) nur Firmen die auch Mitglieder einer Zunft sind haben ein Wahlrecht. Die Anzahl der Stimmen einer Firma ist bestimmt durch die Anzahl ihrer Mitarbeiter in der City. Es gibt die Zünfte der Kerzenzieher, der Bauarbeiter, der Rechtsanwälte, Taxifahrer…

Das ganze System existiert seit 798 Jahren und das Amt des Mayor of London ist somit eines der ältesten gewählten Ämter in der Menschheitsgeschichte. Erst zum zweiten mal wird dieses Amt von einer Frau bekleidet. Die Zünfte haben sich damals die Unabhängigkeit von der Krone erstritten. Daher muss die Queen noch heute jeden Besuch in der City vorher anmelden (lassen). Sie muss sich ihre Besuche nicht genehmigen lassen, aber sich muss sich melden.

Dieser Anlass gibt den Engländern alljährlich die Gelegenheit einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen: Paraden abzuhalten und Paraden anzusehen (Auch in der Fernsehwerbung werden pausenlos Parade gezeigt). Schön ist es, dass auch bei diesen hochoffiziellen Ereignissen die Selbstironie nicht zu kurz kommt. Zum Beispiel wenn mitten in einer regulären Armeeeinheit einge Typen in Krieg der Sterne Star-Trooper-Uniformen herumlaufen. Außerdem werden bei dieser Gelegenheit auch immer wieder gerne die seltsamsten (aber offiziellen) Paradeuniformen getragen samt Tartans und Puschelhelmen.

Hier ein paar Bilder in umgekehrter Reihenfolge (Der Lord Mayor fährt in der goldenen Kutsche):

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Football is coming home

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Ich hatte im November das Glück im Heimatland des Fußballs zwei Spiele zu besuchen. Anfang November gingen wir zum Championsleaguespiel zwischen Chelsea und Schalke im Stamford Bridge Stadium und letzte Woche zum Freundschaftsspiel zwischen England und Deutschland im Wembley. Da ich zuvor noch nie bei einem englischen Fussballspiel gewesen bin fehlt mir natürlich jeglicher Vergleich. Von dem legendären Ruf der englischen Fankultur scheint jedoch nicht mehr viel übrig geblieben zu sein. Hier ein paar Impressionen aus der Stemford Bridge.

Das Stadion liegt direkt in einem Wohngebiet und die Häuser haben teilweise nur ca. 20 Meter Abstand zum Stadion. Die Eingangskontrollen waren mehr als lax. Taschen wurden nur oberflächlich kontrolliert (Auch im Wembley!) und der eigentliche Zugang war nur durch einen Barcodeleser für die Tickets gesichert. Ich frage mich wie Stadionverbote dabei durchgesetzt werden können.

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Chelsea hat das Spiel zwar mit 0:3 gewonnen allerdings haben die Schalke-Fans viel lauter gefeiert. Auch im Stadion waren die Schalke-Fans lauter als die Chelsea-Fans und das obwohl wir am Rande der Chelseakurve saßen. in den Seitenstraßen beim Stadion standen große Limousinen mit wartenden Chauffeuren um die „Fans“ wieder abzuholen. Ein Pub um die Ecke hatte zwar alle Tische und Stühle ausgeräumt um die Heimfans („Sorry, Chelsea supporters only“) aufzunehmen, allerdings war außer lauten Gerede nix los (keine Gesänge!!!). Wir tranken noch dort zwei Pint und haben uns dann auf den Heimweg gemacht. Fußball scheint hier zur Familien-kompatiblen Unterhaltung geworden zu sein. Bald werden Kinderwägen und Kaffee-stände die Bilder aus den Stadien dominieren.

Letzte Woche im Wembley war wenigstens ein bisschen mehr Stimmung inklusive inbrünstigen Absingen der Nationalhymne. Leider verlieren sich allerdings auch dort die richtigen Fans unter den 70 000 anderen Fans. Ein Freund von mir hat vor dem Spiel die Regel herausgegeben: ABE (All But England) tatsächlich waren die meisten meiner Kollegen mit der Absicht im Stadion England verlieren zu sehen.

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In den Kneipen rund ums Wembley war schon mehr geboten:

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Es wurde bereits vor Anpfiff fleißig gesungen.

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Insgesamt war das Spiel eher unspektakulär. Die deutsche Mannschaft war technisch eindeutig besser allerdings war bei der Chancenverwertung „much room for improvement“. Nachdem Abpfiff hat es noch eine Stunde gedauert bis wir durchgefroren in der Tube sassen. Aber das war es wert.


Ausflug nach Whitstable

Whitstable liegt an der Nordküste von Kent und ist berühmt für seine Austern (ca. 60 p/Stk) uns seinen anderen Meeresfrüchte.

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Le Corbusier Chaiselongue

Gestern war es soweit ich hab mit aus dem Scondhand-Laden die Le Corbusier Liege geholt.

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Der Laden ist super und der Inhaber fast  noch skurriler als die Waren, die er feil bietet:

 

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neben einigen Designklassikern hat er wirklich auch sehr skurrile Dinge auf Lager:

 

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Den Polsterporno, verkauft er übrigens nicht. Der wird nur verliehen (z.B.) an Filmproduktionen für bescheidene 500 Pfund. Es sei schließlich ein Kunstwerk:

 

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Ich glaub ich werde dan noch das eine oder anderemal auf ein Schwätzchen reinsehen.

 

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Trip to Paris

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Sendungen

Manchmal wird einem immer noch deutlich vor Augen geführt, dass die Lingua franca in der ehemaligen DDR nicht Englisch war.

 

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London ist um ein Stadtviertel namens „Notprovided“ reicher, weil mir kein englisches Bundesland eingefallen ist.


Bankholiday

Nachdem wir ja glücklicherweise dem europäischen und nicht dem englischen Feiertagskalender folgen, kommt es vor, dass in der City ein „bank holiday“ ist, wir aber arbeiten. Das ist schon ziemlich gespenstisch. Fast alle Läden und Pubs sind geschlossen, ein paar Wachleute versuchen die Langeweile zu bekämpfen. In der Mittagspause sie man nur vereinzelt Menschen die dann aber zu neunzig Prozent Kollegen sind. Etwa zu Essen findet man nur am Bahnhof.

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Briefwahl die Erste

Heute kam der Wahlbrief an:

 

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Es ist schon erstaunlich. Einfach mit 45 Cent frankiert und dann aber frech den „Prioritaire“ Aufkleber draufgeklebt (Ja die internationale Postsprache ist immer noch Französisch). Nachdem Öffnen ergoss sich ein Kessel Buntes über meinen Wohnzimmertisch:

 

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Auf der Bezirkstagliste (der große blaue Stimmzettel) fand sich sogar jemand Nettes, (Ja Caro, ich hab Dich entdeckt!  Diese Person stand nicht bei der Linken auf der Liste, obwohl die natürlich auch nette KandidatInnen haben). Eigentlich war die Wahl ganz einfach: Es gibt Parteien die ich einfach niemals wählen werde: z.B. die FDP; Alles was irgendwie braun ist oder so riecht…

Dann gibt es Doppelnamen (können sich nicht entscheiden) und Berufe die ich niemals wählen werde:

Diplom Ökotropholginnen, Umweltprojektplaner (was auch immer das für ein Nasenbohrerjob ist), Juristen, OberstudienrätInnen, Sozialwissenschaftlerinnen, -pädagogen…  Da wird dann die Luft schon dünner. Ein paar Kreuzchen später (Bei den Volksentscheiden mal ja oder nein: Schuldenbremse in die Bayerische Verfassung? So ein  populistischer Blödsinn, schon das Wort an sich ist Blödsinn! Wie wäre es denn mal mit einer Zinsbremse? Das traut sich keiner!) sah das Ganze jedenfalls so aus:

 

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und dann so:

 

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So jetzt muss der Quatsch irgendwie nach München…Also morgen werde ich wohl die Mittagspause dafür opfern müssen, damit ich das bei der Post (mit einem richtig bezahlten Prioritaire-Aufkleber) aufgeben kann.

Das Gleiche darf ich dann bald nochmal mit den Bundestagswahlunterlagen machen, weil der blöde Seehofer Angst hatte, dass sich eine negative Stimmung im Bund auf die Landtagswahl auswirken hätte können. Soviel zu Eiern in der Hose und zum Vertrauen unter Schwestern (-parteien). Zur Belohnung gibts jetzt ein Lammhaxerl:

 

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Achja es hat zwar nix mit der Wahl zu tun, aber Stephen Fry hat mal wieder eine sehr interessante Geschichte erzählt:

Im Jahre 1568 hat die heilige Inquisition mal schnell alle Holländer wegen Häresie zum Tode verurteilt. Die Spanier sind mit der Ausführung beauftragt worden und haben sich dann aber wohl in einer Schlacht mit den Niederländern eine blutige Nase geholt. Weil die Holländer auf Schlittschuhen schneller und beweglicher waren. Danach hat der spanische König wohl angeordnet das spanische Heer mit Schlittschuhe auszustatten. Tja leider hatten sie aber trotz der kleinen Eiszeit kaum Gelegenheit damit zu üben… Herrlich.

 

 

 


Was ist ein Geek?

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“Geeks sind Nerds die Freunde haben” so wird der Unterschied zwischen Geeks und Nerds gerne ironisch festgestellt. Der Einfachheithalber werden wir in dieser Betrachtung die beiden Begriffe jedoch synonym benutzen. Was unterscheidet einen Geek allerdings vom Normalo, vom Hipster, etc.?

Können Geeks an der Kleidung von Anderen unterschieden werden? Nein, denn Kleider machen Leute! In unserer arbeitsteiligen und pluralistischen Gesellschaft kann jeder, wenn er die entsprechenden Mittel hat, fast alles kaufen und tragen. Sobald eine Lebenseinstellung zur Subkultur wird, ist deren Kleidungsstil zum Gemeingut geworden. Es gibt keine Zunftordnung für Subkulturen.

Nur das Tragen von Uniformen unterliegt noch einem gewissen Vorbehalt, da es eine Subkultur, die auf meist braune Uniformkleidung von Boss festgelegt war, zum Leidwesen vieler geschafft hat Mainstream in Deutschland zu werden. Kleider können nur im Kriege zur Unterscheidung von Gruppen herangezogen werden. Über­schreitungen werden dort jedoch mit sofortigen Erschiessen wegen Spionage geahndet, merkt Euch das ihr Hipster!

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Gibt es eine geschlechtsspezifische Häufigkeit im Vergleich von Geeks und Anderen?

Nein, hinsichtlich der Bekleidung gab es früher bestimmt eine gefühlte Häufigkeit von männlichen Geeks gege­nüber den Weiblichen. Da der Kleidungsstil der weiblichen Geeks meist angepasster war. Dazu muss man aber verstehen, dass Geeks viel Zeit auf ihre Hobbys verwenden und weniger Energie in die Auswahl ihrer Kleidung stecken. „Getragen wird was da ist und einigermassen sauber ist“ was „da ist“ wurde über lange Zeit durch Mütter bestimmt und diese hatte meist bei ihren Töchter ein glücklicheres Händchen dabei den modischen Mainstream zu treffen (-> Fraünzeitschriften). Seitdem ironische T-Shirts oder andere Hobby-bezogene Kleidungsstücke jedoch leichter verfügbar sind, sieht man auch hier eine Anpassung – die ursprünglich gefühlte Häufigkeit. Dies ist immerhin ein starker Hinweis darauf, das Geeks kein männliches Phänomen sind.

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Was unterscheidet Geeks dann von anderen?

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Ein Blick ins Online-Lexikon (20130619, 08:40UTC) hilft hier weiter: Ein Geek ist eine Person die irgendwo zwischen „ a computer expert or enthusiast“ und „a person heavily interested in a hobby“  angesiedelt ist.  Ein Offliner ohne Hobbies könnte also schonmal als Negativdefinition eines Geeks dienen. Leider ist diese Definition zu schwammig um ein griffiges Feindbild abzugeben. O.K. Hausfraün und Mütter sind somit selten in Gefahr als Geek eingeordnet zu werden, allerdings tragen diese auch selten Geekshirts. Ich stelle mir gerade meine Mutter vor, wie sie mit einem „Schrödinger‘s cat ist dead“ T-Shirt ihre Katzen füttert (Nur für den Fall das hier Zweifel aufkommen sollte: Katzenhaltung ist kein Hobby sondern eine Übersprungshandlung).  Nein gegen Mütter muss man sich als Geek nicht abgrenzen, das erledigt die Pubertät nebenbei.

Der Hobbygedanke scheint hier eher zielführend, insbesondere die Leidenschaft mit der das Hobby ausgelebt wird und die Art des Hobbys an sich.

Die Art des Hobbys wiederum spielt eine untergeordnete Rolle. Ein blosse Abgrenzung hinsichtlich Hobbys mit MINT-Hintergrund griffe hier zu kurz. In den Geisteswissenschaften ist zwar die Anzahl der Träger von ironischen T-Shirts höher. Doch die Träger von Strickpolundern mit achtziger Jahre Farben und Muster in den Geisteswissenschaften ist auch nicht zu verachten. Historische Rollenspiele, Lesezirkel, gemeinsame Operabonnements, das Nachstellen historischer Schlachten, Hobbyarcheologen usw. müssen daher genauso als Geeks in Betracht gezogen werden.

Die Leidenschaft lässt sich mit der Zeit bemessen die für das Hobby bzw. die Hobbys (Comics, SiFi, Elektronik, Physik, Chemie, Mathe, Briefmarken, Rollenspiele, Gesellschaftspiele, Computergames, Modding, Programmieren,…) aufgewendet wird:

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Der Scorewert müsste an einer Vergleichsverteilung von anerkannten Geeks/Nerds geeicht werden. Da wir uns ja gerade durch diesen Scorewert eine Definition für die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe definieren wollen, müssen wir uns einen geeigneten Proxy suchen. Diesen Proxy könnte die Verteilung der Scorewerte der Studierenden, der wissenschaftlich Mitarbeitenden und der registierten Alumni (wir wollen Verzehrungen durch unterschiedliche extrinsich bestimmte Lebensumstände minimieren) der drei grössten technischen Universitäten (Aachen, Dresden und München) darstellen. Personen  mit Scorewerten überhalb unteren 60 % – Quantils dieser empirischen Verteilung, sollten ernsthaft als Geeks in Betracht gezogen werden.  Die Wahl des Quantilswertes ist konservativ hinsichtlich eines Ausschlusses von „falschen“ Geekzuordnungen durch den Scorewert da zum einen nur die oberen 40% als Vergleich herangezogenwerden und die Auswahl der Proxygruppe auf einen, im Vergleich zur Bevölkerung als Grundgesamtheit, grösserer Geekanteil zürwarten ist. Um die das Scoringsystem noch weiter zu verbessern werden zusätzlich noch die folgenden Einschränkungen eingeführt:

Alle Personen mit:

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müssen von der Bildung des Scorewertes (auch in der Proxy-Gruppe) ausgeschlossen werden, da es sich hier offensichtlich um Trendfolger handelt (Hipster gotcha!). Denn wenn die die Anzahl der Hobbys die Anzahl der Wochentage überschreitet muss davon ausgegangen werden, dass die einzelnen Hobbys nicht mehr mit der entsprechenden Energie und Leidenschaft verfolgt werden, da Selbstbeschäftigung und regelmässige Treffen mit Gleichgesinnten nicht mehr mit einer realistischen Wochenplanung vereinbar sind.

Achja und bevor noch jemand nachfragt: Sich mit einer oder mehreren anderen Peronen sogenannten „Freunden“ zu treffen und ohne vorher vereinbartes Thema „einfach zu quatschen“; oder auch Sport zu treiben, das sind kein Hobbys, das ist Freizeitgestaltung und zählt in dieser Betrachtung nicht!

Somit haben wir eine einfach aber effektive Methode gefunden, mit deren Hilfe wir Geeks von anderen halbwegs sauber unterscheiden können.

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Highgate Cemetery

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„Gott bewahre uns vor Hunger, Sturm und Wind….

und Maschinen die aus England sind.“ Ja die Engländer haben eine geradezu tiefe philosophische Einstellung zu allen Dingen die sie so produzieren. Ihr Ziel ist es nicht Gegenstände zu produzieren, damit sie funktionieren. Nein, hier werden die Dinge nur produziert um Ihnen Existenz einzuhauchen. Ob sie genutzt werden können, ist aus philosophischer Sicht unerheblich, daher kann man auch nicht wirklich sagen, dass der Engländer an sich einen Faible für das Handwerkliche hätte. Das führt dann, unter Anderen, zu einer von Grund auf verrotteten Infrastruktur. Eigentlich könnten sie dieses Schild gleich an des gesamte Land hängen zum Beispiel an die Kreidefelsen in Dover:

 

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Ein schönes Beispiel habe ich gestern gefunden: Boris, die blonde Gefahr, möchte ja das Verkehrschaos durch mehr Radfahren lösen (Im Prinzip nicht die schlechteste Idee). Deshalb läßt er jetzt vermehrt Radwege bauen. Das Lustige dabei ist, dass es dem gemeinen englischen Bauarbeiter relativ egal ist, ob man dass was er baut auch benutzen kann. Er baut dann einfach anstelle eines Radwegs einen lustigen Hindernisparcour mit:

 

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Bäumen oder allem anderen was die Stadtmöblierung so zu bieten hat:

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Nicht falsch verstehen, ich will nicht nur ablästern über mein Gastland. Das Vereinigte Königreich hat viele schöne Seiten, angefangen bei seinen Bewohnern und den Umgang den diese miteinander pflegen. Den Humor, die teilweise splenige Kreativität, die politische Streitkultur, die kein Blatt vor den Mund nimmt und und und. Aber Handwerk, Infrastruktur oder Produktion ist dem Engländer einfach nicht gegeben. Mein Freund B. hier nennt es einfach „Hobbitland“ und wenn man die durchschnittliche  Wohnungsgröße hier so betrachtet, ist das eigentlich auch treffend.


Invasion im Hipsterland

Ja heute ist der erste richtige Frühlingstag hier in London. Auf dem Fensterbankerl hat es 18 Grad und die Sonne scheint. Hier in der Brick Lane drängen sich  seit ca. 11 Uhr die Massen:

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Alle sind sie gekommen um sich die Einwohner im Hipsterland anzusehen. Diese wiederum führen ihre Spleens gassi. So haben Beide was davon, die Hipster ihren narzistischen Mehrwert und die Besucher, weil dann auch etwas von der „Modernität“ auf sie abfällt. Auf alle Fälle geht es recht zu. Es gibt sogar einen kleinen Biergarten mit drei Platanen. und ansonsten die sonntäglichen Fressstände (Tollwood-like).

 

 

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Flashmob Tower 42

Ja gestern hatten wir so eine Art Flashmob. Die jährliche Evakuierungsübung. Für Passanten muss das Ganze allerdings eher wie ein Flashmob gewirkt haben, wenn ein paar tausend Leute durch die Strassen zum Sammelpunkt laufen:

 

 

 

 

 


Barbican

Barbican an der Grenze der Square Mile wurde im zweiten Weltkrieg, wie viele andere Gegenden in London durch deutsche Luftangriffe, stark zerstört. In den sechziger und siebziger Jahren wurde dort ein neues Stadtviertel im Stile des Brutalismus errichtet. Das Viertel hat eine Straßenanbindung unterhalb der Forumebene, mehrere Kinos ein großes Theater, einen großen Konzertsaal (Sitz des London Synphony Orchesters),   Ausstellungsräume, Restaurants, eine Bücherei und mehr als zweitausend Wohnung. Die Architektur ist auf alle Fälle sehr beeindruckend. Die drei Wohntürme sind bereits aus der Ferne zu sehen und wirken von dort leider ein wenig heruntergekommen. Aus der Nähe wirkt das Ganze jedoch immer noch wunderbar futuristisch und man erkennt dass die die Patina auf dem Beton zum Gesamtkonzept einer modernen Wohnburg passt. Geschmäcker sind verschieden, ich finde es großartig. Hier ein paar Bilder mit einem lustigen optischen Effekt: wenn man über die Hochhäuser hinweg-scrollt hat man den Eindruck man würde in das Bild hinein oder herauszoomen.

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Designmuseum

Nach dem Besuch der David Bowie Ausstellung gestern, stand heute das Designmuseum am südlichen Themseufer auf dem Besuchsprogramm. Das Museum befindet sich jetzt noch im historischen Lagerhausviertel und wird 2014 in das ehemalige Common Wealth Institute, in der Kensington High Street umziehen. Zur Zeit unseres Besuches gab es dort zwei Ausstellungsteile.  Zum Einen „Designs of the Year“ (2013), hier ist eine Auswahl der nominierten Objekte ausgestellt und zum Anderen klassische Designobjekte mit einem Schwerpunkt auf Klassiker des Britischen Designs.

unter den nominierten Objekten waren:

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eine etwas seltsam gestaltete Skulptur. „Form follows…“ ja was eigentlich wenn man so ganz ohne Funktion ist?

 

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Diese Minibibliothek für einen Bibliophilen hat mir eigentlich ganz gut gefallen, auch wenn ich dauernd das Gefühl hatte das so auch schon im Bauhaus gesehen zu haben. Es ist aber anscheinend „neu“.

 

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Ausgezeichnet werden, können auch graphische Konzepte, wie das Gesamtkonzept des russischen Strelka Instituts,

 

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Poster,

 

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Kampagnen,

 

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und hier die Werbung für eine Bauhausausstellung in Barbican. Wobei man sich schon fragen kann, ob hier die Qualität nicht bereits im beworbenen Original steckt…

 

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Im Produktdesign kommen die Gestalter offensichtlich  auch heute nur schwer am Bauhaus vorbei

 

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Ausnahmen sind komplett neue Themen wie das Recycling. Hier ein Hocker der aus Plastikstrandgut(!) hergestellt wurde.

 

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Oder ein Fahrradaufsatz für Entwicklungsländer zum Zerhäckseln von Elektroschrott.

 

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Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema im modernen Design.

 

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Daher waren auf gleich zwei Entwürfe von Nutzfahrrädern vertreten.

 

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Warum allerdings 2012 der Raspberry Pi (von dem 2012 nur eine Updateversion mit 512 MB Arbeitspeicher bei gleichen Design wie bisher eingeführt wurde) nominiert wurde, erschliesst sich mir nicht.

 

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Der OLPC hat 2008 das Rennen gemacht.

 

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2011 hat (m.E. zurecht) das Design der Olympiafackel gewonnen, auch wenn man mit der im täglichen Leben eher weniger anstellen kann.

 

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Mein Lieblingsobjekt war allerdings dieses USB-Ladegerät, bei dem sich ein englischer Standardstecker

 

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auf ein wirklich praktisches kleines Mass zusammenfalten läßt. Für vierzig Euro war er mir dann im Museumsladen aber doch zu teuer, zumal er ja nur wegen des seltsamen englischen Stromsystems notwendig ist.

 

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Im zweiten Teil der Ausstellung gab es vor allem identitätsstiftende britische Designikonen zu bewundern, wie die berühmten Telephonzellen,

 

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Briefkästen,

 

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allerlei Stadt- und Landmöblierungen,

 

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oder sonstige Beschriftungen und

 

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Signets.

 

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Auch moderne Entwurfe sind ausgestellt. Hier habe ich zum ersten Mal verstanden welche Idee hinter dem Olympialogo von 2012 steckt.

 

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Die Entstehung des aktuellen Kursmünzensatzes wurde anhand der Entwürfe gezeigt.

 

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In meinem Blog habe ich ja nur einen kurzen Abriss darstellen können. Zu sehen gibt es dort natürlich noch viel mehr. Zum Beispiel die Arbeiten der „Designers in Residence“. Ein Museum, dass auf alle Fälle einen Besuch wert ist.

 


Facebook

Facebook hat offensichtlich herausgefunden, dass ich jetzt in Grossbritannien lebe:

FacebookSolche treffgenau personalisierten Werbungen kann man Herr Zuckerberg gar nicht teuer genug bezahlen. Was haben die Werber früher ohne Facebook nur gemacht?

 

 

 


After Work = The Pub

Ja das Feierabendbier ist bei uns in Deutschland leider verloren gegangen. Mittlerweile sehen dort Produktionsbänder in Autofabriken sauberer wie Operationssäle aus (teilweise haben die dort sogar Echtholzparkett an manchen Stationen). Hier im Vereinigten Königreich hat Margret Thatcher einfach die gesamte Industrie quasi abgeschafft. Dadurch ist hier der Arbeiterkultur auch der Niedergang erspart geblieben den sie in Deutschland erlebt hat. Das Feierabendbier ist in Deutschland praktisch abgeschafft. Regelmäßiger Alkoholkonsum wird pauschal als Gefahr gesehen. Als Gefahr für den Einzelnen und daher auch sofort als Gefahr für die Gesellschaft (Wie entfernt man eigentlich Kotze von Echtholzparkett in einem Operationssaal?).  In Großbritannien wurden die Arbeiter entweder in Anzüge und/oder in neon-bunte Sicherheitswesten gesteckt und sie machen heute „Service“. Allerdings haben diese neuen Dienstleister ihre Feierabendbierkultur mit in die City of London gebracht. Hier ein paar Eindrücke von einem ganz normalen Wochentag (freitags kommt man kaum mehr durch die Strassen)

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Das sind alles Menschen die trotz 8° im Freien stehen und Bier, Wein oder Cider trinken.

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und die haben früher so schöne Autos gebaut, was für eine Schande:

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Street Art

Heute habe ich in einem in einem kleinen Rundgang die nähere Umgebung (15 min Radius) inspiziert und die Street Art fotographiert, die ich mir dabei über den Weg gelaufen ist. Der ganze Beitrag wird also eher ein wenig bildlastig.

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Nazivergleiche sind in England ja sehr häufig zu finden. Hier trifft es Herrn Cameron.

 

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Die letzten drei Bilder waren wohl von dem selben Künstler.

 

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Ist der Kilroy jetzt schon eine Skulptur?

 

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2D- und 3D-Street Art als Werbung

 

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Street Art ist überall: hier bei der DLR

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hier an der Stelle des ehemaligen Tower-Theaters in dem schon Shakespeare gespielt gaben soll (wie man sieht)

 

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Dieses Werk hat anscheinen der selbe Künstler gestaltet, wie das Burka-Pärchen unten neben meiner Haustüre (man beachte auch die beiden alten Tube-Wägen auf dem Dach).

 

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Bei diesem Werk ist anscheinend Papier als Grund verwendet worden.

 

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Ein Pin-up

 

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war etwa Herr Schulz hier unterwegs?

 

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ein rauchender Frosch

 

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Wie es dahinter wohl aussieht?

 

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Eine Remineszenz an Monty Python?

 

 

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und hier an die Simpsons?

 

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Das ist gar nicht schwarz.

 

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nicht bei Tage

 

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Die Beine sehen ein bisschen aus wie bei Robert Crumb

 

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Solche Plaketten gibt hängen normalerweise bei „Sehenswürdigkeiten“. Vielleicht ein Seitenhieb darauf, dass es davon zu viele gibt.

 

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an der selben Wand waren auch noch ein paar andere Skulpturen.

 

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Das kann man nur unterstreichen

 

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Auch was für Schwammerlfreunde war dabei

 

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Ob das bestellt worden ist?

 

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nicht ganz meine Farben

 

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Eine, wie ich finde, sehr schöne Idee

 

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Gummibärchen im Knast

 

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Wofür OMWB auch immer steht.

 

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Ist das ein Siebdruck?

 

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Wie man unschwer sieht, sind die Künstler hier sehr aktiv

 

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Mit welcher Technik das gestaltet wurde, würde mich interessieren

 

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und auch der Punk ist nicht tot.

 


Einzug

So jetzt ist es also soweit, der Einzug findet statt. Der Landlord scheint nicht gerade einer der professionellsten Vermieter zu sein, was dazu geführt hat, dass alle Termine immer knapper gelegt werden mussten und auch jetzt noch nicht alles abgeschlossen ist. Meine Möbel und meine Zargeskisten sind jedoch alle gut und pünktlich in der Wohnung eingetroffen.

Die Anmeldungen für Council Tax, Gas, Strom, Wasser, TV License, und Broadband sind am Laufen. Heute habe ich noch die Fenster geputzt, meine Kisten ausgeräumt und damit angefangen alles ein bisschen wohnlich zu gestalten  Ab morgen wohne ich dort. Der Master-Bedroom ist fertig.

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auch das Wohnzimmer hat schon Fortschritte gemacht. Leider sind die zwei Sofas noch nicht fertig und der Verpackungsmüll türmt sich noch im Zimmer.

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Möbliert wohnen wär sicher einfacher gewesen, aber warscheinlich nicht halb so schön. Aus einer meiner Zargeskiste und einem Bilderrahmen mit Passepartout habe ich einem Couchtisch gebastelt.

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Das gute Radio spuckt auch schon Musik. Leuchten die Verstärkerröhren nicht diabolisch schön? Der Klang mit dem über den massiven Holzfußboden reflektierten Bass, ist jedenfalls klasse.

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Insgesamt waren die letzten beiden Tage ziemlich anstrengend und auch wenn ich nicht in die Arbeit musste, freue ich mich doch auf das Wochenende. Belohnt wird die Anstrengung aber auch mit ein paar tollen Ausblicken aus den (von mir geputzten) Fenstern.

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Abends dann auch ganz pittoresk, wie man es sich bei Arthur Conan Doyle vorstellt.

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und bevor einer blöd fragt – das Schild war schon dort.

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So heute ging es weiter. Fernseher und DVD-Spieler sind angeschlossen und beim Trödler habe ich mir eine schöne Stehlampe gekauft (30 £!) die ein herrliches weiches indirektes Licht macht. Der Hocker ist Assimilation an die Umgebung und ein Farbtupfer darf ja sein.

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Bin gespannt wann sie endlich die Sofas fertig kriegen. Na heute haben sie mir wenigstens einen Preisnachlass zugesagt. Ein Übergabeprotokoll für die Wohnung habe ich immer noch nicht. Genauso wenig wie einen zweiten Schlüssel oder eine Kontonummer auf die ich die Miete künftig überweisen soll.

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Ach ja und heute waren dann auch ein Makler mit zwei Interessenten da, die sich die Wohnung ansehen wollten. 😉


Nachbarschaft

 

Ach das Finden der Wohnung stellt sich immer mehr als Wechselbad der Gefühle heraus. Als ich mich für eine Wohnung entschieden hatte, wollte der Landlord zunächst noch etliche Dokumente die Klausel nach der ich mit dreimonatiger Kündigungsfrist im Falle einer Versetzung aus dem Mietvertrag aussteigen kann, hat Ihm auch nicht gepasst. Zähe Verhandlungen und weitere Dokumente später hat er sich gestern Abend anscheinend doch dafür entschieden, mich als Mieter zu akzeptieren. Heute am Samstag wollte sein Agent die notwendigen Unterlagen schicken, aber leider ist bisher noch Nichts in  dieser Art passiert. Ich hoffe, dass das nicht ein schlechtes Zeichen ist da mir die Wohnung mittlerweile richtig gut gefällt. Mein ursprünglicher Plan in ein eher normales Viertel zu ziehen ist damit beerdigt. Meine Nachbarschaft wird die nächsten zwei Jahre wohl aus Hipsters bestehen. Die Wohnung liegt in der Princelet Street 28 im zweiten Stock und somit an der Ecke zur Brick Lane.Ich glaube wenn man den Geruch von Curry nicht mag wäre es schwierig dort zu wohnen, weil sich in der Bricklane ein Curry-Restaurant an das Andere schmiegt.

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Hier im Zweiten Stock liegt die Wohnung und das

 

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ist der Grundriss der Wohnung. Die Schwarze Tür ist der Eingang:

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Die Princelet Street selbst ist auch sehr malerisch:

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Hundert Meter weiter befindet sich eine alte ehemalige Brauerei, die Trueman Brewery. Die ist heute zu einer bunten Mischung aus Läden und Kneipen umfunktioniert am Wochenende gibt es dort auch noch viele Stände mit Kunsthandwerk und Fressalien:

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Bis zum Spitalfields Market sind es nur zehn Minuten und in die Arbeit 15 Minuten (jeweils zu Fuß). Das war auch mit der wichtigste Grund mich für die Wohnung zu entscheiden und damit nicht jeden Tag auf die Tube angewiesen zu sein. Die Tube ist wirklich schön und man kann viel entdecken, wenn man aber jeden Tag auf sie angewiesen ist geht einem diese überfüllte und unzuverlässige Eisenbahn ziemlich bald auf den Senkel. Im neuen Viertel scheinen die Menschen einen großen Hang zur Graffitis zu hegen.

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und sogar einen Graffitibedarfsladen gibt es dort:

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So kann man seine Wut auf die Tube natürlich auch rauslassen.


Im Süden von London

So heute den ersten Tag so richtig bei Tageslicht spazieren in London und habe mir den Süden „vorgeknüpft“. Dort ist es noch nicht so hip wie zum Beispiel in Shoreditsh. Dafür wohnen dort aber auch noch „normale“ Menschen. Ich bin losspaziert und über die Towerbridge in das unbekannte Gebiet.

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Samstags gibt es in London an jeder Ecke einen Markt. Dies war der Erste auf den ich gestoßen bin. Unter den den Bögen der Eisenbahn hat siche ein wildes Biotop an Handwerk, Gebrauchtwarenhandel und sogar ein Cafe eingefunden.  von dort bin ich auf Umwegen zu Elephant und Castle gelaufen. Der Name soll angeblich davon stammen, das Heinrich der Achte Katharina von Aragon geheirat hat, die ja auch Prinzessin von Kastilien war. Die Engländer haben dann aus der spanischen Prinzessin „Infanta de Castilla“ der einfachheithalber Elephant und Castle gemacht und streiten das heute ab. Oberhalb der Tube-Station gibt es ein etwas heruntergekommenes Einkaufzentrum aus den Siebzigern und dort  im 99p-Laden habe ich alles gefunden habe was ich auf meinem virtuellen Einkaufszettel hatte (Essensbox für die Arbeit, Weichspüler, Taschentücher, Spülmittel und Batterien). Einfach toll.

 

Wenn man den Ausführungen von Michael folgt, muss es sich dort um eine Gegend handeln die sich auf dem aufsteigenden Ast befindet. In schlechten Gegenden findet man laut Michael viele Läden mit Rechtsberatung für Einwanderer – in guten Gegenden findet man dann bereits wieder viele Läden für internationalen Geldtransfer.

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Auf meinem weiteren Weg (hier findet bestimmt bald eine eindrucksvolle Sprengung statt; in diesem und dem benachbarten noch größerem Häuserblock ist keine einzige Wohnung mehr bewohnt):

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bin ich dann auf dem wunderbaren East Street Markt gelandet:

 

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und von dort bin ich dann nach Brixton gelaufen.

 

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Ich glaub der Londoner Süden ist ein schöner Platz zu Leben. Auch wenn Brixton am Ende der Victoria Line liegt und sonst nur die Northern Line sich in den Süden vorwagt – Der Londoner sagt dazu „The Shity Line“ denk ich, dass der Süden vielleicht gerade deshalb ein guter Platz für einen Gastarbeiter ist. Mal sehen ob der Makler für mich dort eine Wohnung finden kann. Dort gibt es ja auch noch den wundervollen Brixton Market mit seinen tollen Markthallen und kleinen Läden:

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