Football is coming home

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Ich hatte im November das Glück im Heimatland des Fußballs zwei Spiele zu besuchen. Anfang November gingen wir zum Championsleaguespiel zwischen Chelsea und Schalke im Stamford Bridge Stadium und letzte Woche zum Freundschaftsspiel zwischen England und Deutschland im Wembley. Da ich zuvor noch nie bei einem englischen Fussballspiel gewesen bin fehlt mir natürlich jeglicher Vergleich. Von dem legendären Ruf der englischen Fankultur scheint jedoch nicht mehr viel übrig geblieben zu sein. Hier ein paar Impressionen aus der Stemford Bridge.

Das Stadion liegt direkt in einem Wohngebiet und die Häuser haben teilweise nur ca. 20 Meter Abstand zum Stadion. Die Eingangskontrollen waren mehr als lax. Taschen wurden nur oberflächlich kontrolliert (Auch im Wembley!) und der eigentliche Zugang war nur durch einen Barcodeleser für die Tickets gesichert. Ich frage mich wie Stadionverbote dabei durchgesetzt werden können.

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Chelsea hat das Spiel zwar mit 0:3 gewonnen allerdings haben die Schalke-Fans viel lauter gefeiert. Auch im Stadion waren die Schalke-Fans lauter als die Chelsea-Fans und das obwohl wir am Rande der Chelseakurve saßen. in den Seitenstraßen beim Stadion standen große Limousinen mit wartenden Chauffeuren um die „Fans“ wieder abzuholen. Ein Pub um die Ecke hatte zwar alle Tische und Stühle ausgeräumt um die Heimfans („Sorry, Chelsea supporters only“) aufzunehmen, allerdings war außer lauten Gerede nix los (keine Gesänge!!!). Wir tranken noch dort zwei Pint und haben uns dann auf den Heimweg gemacht. Fußball scheint hier zur Familien-kompatiblen Unterhaltung geworden zu sein. Bald werden Kinderwägen und Kaffee-stände die Bilder aus den Stadien dominieren.

Letzte Woche im Wembley war wenigstens ein bisschen mehr Stimmung inklusive inbrünstigen Absingen der Nationalhymne. Leider verlieren sich allerdings auch dort die richtigen Fans unter den 70 000 anderen Fans. Ein Freund von mir hat vor dem Spiel die Regel herausgegeben: ABE (All But England) tatsächlich waren die meisten meiner Kollegen mit der Absicht im Stadion England verlieren zu sehen.

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In den Kneipen rund ums Wembley war schon mehr geboten:

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Es wurde bereits vor Anpfiff fleißig gesungen.

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Insgesamt war das Spiel eher unspektakulär. Die deutsche Mannschaft war technisch eindeutig besser allerdings war bei der Chancenverwertung „much room for improvement“. Nachdem Abpfiff hat es noch eine Stunde gedauert bis wir durchgefroren in der Tube sassen. Aber das war es wert.

One Response

  1. Trixi

    naja, irgendwie scheint es sich wohl in ganz Europa durchzusetzen, daß Fußball eine familenkompatible Wochenendveranstaltung wird. Ob das nun gut oder schlecht ist, sei mal dahin gestellt.
    Ich find Kuttenträger auch authentischer für den Fußball, aber vielleicht ist das auch antiquiert, keine Ahnung.
    Deswegen ist mir ja die 2. und 3. Liga so sympathisch. 😉

    15/12/2013 at 22:49

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